Frühe Rückschläge gut verkraftet

Vizemeister Spenge bietet ordentliche Saison

Mit letztlich nur drei Punkten Rückstand ist der TuS Spenge in der Handball-Oberliga hinter dem VfL Gladbeck Vizemeister geworden. Aber was wäre wohl möglich gewesen, wenn er besser in die soeben beendete Saison gestartet wäre?

Der Rückblick
"Eine Erklärung habe ich für die 1:5-Punkte in den ersten drei Spielen auch nicht", sagt Trainer Achim Frensing, der nach dem ersten Sieg am 4. Spieltag gegen Riemke die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Heiko Holtmann übernahm.
Sichtlich geschockt nahm die Mannschaft den Rücktritt auf, legte aber in den nächsten Wochen mit 11:1-Punkten den Grundstein für eine erfolgreiche Saison. "Auf jeden Fall sind wir während der Saison immer mehr zu einer Einheit geworden und Stefan Dessin hat uns mit seiner Rückkehr zu mehr Stabilität in der Abwehr verholfen", analysiert Frensing. Hinzu kam im November die Rückkehr des lange verletzten Johannes Ebbinghaus, der sich Woche für Woche wieder seiner gewohnten Form näherte.
Ausgerechnet gegen den späteren Meister VfL Gladbeck hatte der TuS einen sehr schlechten Tag erwischt und kassierte Ende November nach dem 23:24 in Augustdorf mit 25:30 einen weiteren Rückschlag im Aufstiegskampf.
Ihre Ambitionen bestätigten die Spenger mit sechs Siegen in Folge, ehe beim 18:20 gegen einen mit Spielern aus der Zweitliga-Mannschaft verstärkten ASV Hamm II und beim 24:24 gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck die Meisterschaft vorzeitig verloren ging.


Ein Höhepunkt der Spenger Oberliga-Saison 2011/12: Sebastian Reinsch hat soeben den Siegtreffer beim dramatischen 33:32 in Möllbergen erzielt und wird von seinen Mitspielern kräftig gefeiert.

Der Ausblick
Die Konsolidierung in der durch den erhöhten Abstieg aufgewerteten Oberliga ist dem TuS Spenge mit einer soliden und risikofreien Personalpolitik als Vizemeister gelungen. Das ist ein Erfolg, macht den TuS zu einem der Favoriten in der nächsten Saison und den Fans Vorfreude auf die interessanten neuen Gegner. Ein Anstieg des Zuschauerschnitts zeigt außerdem, dass die Fans die Oberliga akzeptieren.
Mit Sebastian Kopschek, 176-facher Torschütze für Bielefeld-Jöllenbeck, kommt eine große Verstärkung für den rechten Rückraum. Die ist nötig, denn in der Offensiv-Statistik belegte Spenge mit durchschnittlich 28,86 Toren nur Rang zehn, während man wie so oft mit großem Abstand die beste Defensive (25,64) stellte.

Die Oberliga 2012/13
Derzeit stehen erst diese 13 Vereine als Teilnehmer fest: Ahlener SG (Absteiger), LIT Nordhemmern/Mindenerwald (Absteiger), ASV Senden (Aufsteiger), HSG Gevelsberg-Silschede (Aufsteiger), TuS Spenge, Soester TV, HSG Menden-Lendringsen, HSE Hamm, HSG Augustdorf/Hövelhof, SG Schalksmühle-Halver, TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, ASV Hamm II und TuRa Bergkamen. Vom Klassenerhalt Eintracht Hagens in der 3. Liga hängt ab, ob die Hagener Reserve in der Oberliga bleibt oder zwangsabsteigen muss.
Nur bei einem Abstieg von Hagen I bliebe die HSG Gütersloh in der Oberliga. Sollte es in der 3. Liga die TSG Altenhagen-Heepen erwischen, wäre Gütersloh abgestiegen.

Der Abschluss
Bevor sich die Mannschaft an Pfingsten auf die Abschlussfahrt nach Mallorca begibt, folgt am Samstag, 19. Mai, um 18 Uhr in Spenge das Freundschaftsspiel gegen den Erstligisten TBV Lemgo.

Lars Krückemeyer - Artikel vom 16.05.2012
Westfalenblatt

 


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